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 Betreff des Beitrags: Die Legende von Asgards Erben
#1BeitragVerfasst: 24. Nov 2011, 16:06 
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Die Legende von Asgards Erben

Verstohlen blinzeln die ersten Sonnestrahlen durch die Baumwipfel. Leise ist das fröhliche Zwitschern der Vögel von der nahegelegenen Bergquelle zu hören. Am Waldrand sind spielende Kinder zu sehen. Es sieht so aus, als ob sie ein Wolfsjunges entdeckt hätten, dass sich zu weit von seinem Rudel entfernt hat. Es scheint wieder ein sehr schöner Tag zu werden. Langsam erwacht das kleine Dorf Tarsis im Herzen Midgards zum Leben.

In der großen Versammlungshalle richten die Frauen bereits das Frühstück her. Das Klappern des Geschirrs und die sich unterhaltenden Frauen sind im ganzen Dorf zu hören. Nur der lautstark pfeifende Wasserkessel schafft es diese Geräuschkulisse noch zu übertönen. Hektisch wir er vom Feuer genommen. Schließlich warten ein paar alte Krieger schon ungeduldig auf ihren morgendlichen Kaffee.

Genau in diesem Moment kommen die jungen Männer des Dorfes mit der ersten Ausbeute des Tages zurück. Reichlich Fisch aus dem nahegelegenen See, ein paar Hasen und jede Menge Beeren, die sie am Wegesrand gefunden haben. Sofort ist lautes Gekicher und Getuschel bei den jungen Frauen und Mädchen zu hören. Wird einer der Burschen ihnen einen Blick oder ein Lächeln schenken?

Das gesamte Dorf sitzt gemeinsam an der reich gedeckten Tafel. Es wird viel gesprochen und gelacht – ein wildes Stimmengewirr umringt die Versammlungshalle. Während die Frauen ihren Tagesablauf besprechen, planen die Männer bereits den nächsten größeren Jagdausflug. Schließlich müssen Vorräte für den nahenden Winter angelegt werden. Die Älteren wissen, auch wenn es jetzt angenehm warm ist und noch keiner an die eisige Zeit denken will, dürfen die Tage nicht ungenutzt verstreichen. Niemand kann im Voraus sagen, wie lang und streng der Winter diesmal wird.

Plötzlich taucht am Waldesrand ein Reiter auf. Langsam trabt sein Pferd auf das Dorf zu. Als er bemerkt wird, verstummen die Gespräche jäh. Er ist blutüberströmt. Mit letzter Kraft sagt er: „Asgard ist gefallen ... die Vanen haben sich mit den Elfen verbündet ... sie haben unsere Verteidigungslinien einfach überrannt ... fliiieeehhhhhttt!“ Dann bricht er tot zusammen. Ein älterer Mann greift beherzt zu und hebt ihn vom Pferd, während einige Frauen schon mit sauberen Tüchern und frischem Wasser angerannt kommen. Aber ihre Bemühungen sind vergebens...

Die Mienen der Dorfältesten sind wie versteinert. Eine schreckliche Erinnerung rückt ihnen wieder ins Bewusstsein. Wird sich jetzt Völuspa’s Prophezeiung erfüllen? Vor vielen Jahren hat sie mit einem kleinen Jungen auf ihrer Reise in Tarsis haltgemacht. Abends am Lagerfeuer saß sie mit den anderen bei Musik, Tanz und reichlich Met zusammen und erzählte von ihrer Vision und dass sie noch einen beschwerlichen Weg vor sich hätte. Sie hatte Angst, dass der Kleine die Strapazen der Reise nicht überstehen würde.

Keiner der Männer nahm sie damals wirklich ernst. Dafür klangen ihre Worte einfach zu unglaubwürdig. Dennoch boten sie ihr an, sich um ihn zu kümmern bis sie wieder zurückkommt. Dankbar nahm sie das Angebot an. In dieser Nacht verschwand sie spurlos...

Vali erhebt als Erster seine Stimme. Er war der Junge den Völuspa damals im Dorf zurück ließ. Mittlerweile ist er zu einem stattlichen Mann herangewachsen, der von allen respektiert und geehrt wird. „Die Zeit ist gekommen!“, sagt er mit fester Stimme, „Die Zeit ist gekommen, um Euch den Grund dafür zu sagen, warum mich meine Mutter bei Euch versteckt hat.“ Ungläubige Augen starren ihn bei diesen Worten an. „Ja, es stimmt. Völuspa ist meine Mutter. Mein Vater ... mein Vater ist Odin der Göttervater. Er und meine Mutter waren ineinander verliebt und ich bin das Ergebnis ihrer Verbundenheit. Allerdings hat Grid, seine Frau, die heimliche Liaison entdeckt und meinen Tod befohlen. Meiner Mutter blieb nur die Flucht ...“

Tumultartige Unruhe entsteht unter den Zuhörern. Die Nachrichten, die sie in der letzten Stunde erfahren haben, konnten sie einfach nicht glauben. Das uneinnehmbare Asgard soll tatsächlich gefallen sein? Unmöglich! Und dann lebt seit vielen Jahren unentdeckt ein Halbgott unter ihnen. Diese Tatsache gibt allen wieder Hoffnung. Auch wenn es ein langer, schwerer Kampf werden sollte – ihre Heimat ist noch nicht verloren!

Die Frauen packen nur das Nötigste zusammen. Es muss schnell gehen. Keiner weiß, wie viel Zeit sie noch haben, bis die ersten Einheiten der Elfenarmee hierher kommen. Die Berge im Nordwesten sind die einzige Fluchtmöglichkeit, die ihnen noch geblieben ist. Die Männer erkunden bereits die nähere Umgebung und versuchen den Fluchtweg zu sichern. Da Vali vermutlich der einzige lebende Nachfahre der Asen ist, soll er die Führung übernehmen. Die Reise in eine ungewisse Zukunft hat begonnen...

Mehrere Wochen sind seit dem Aufbruch vergangen. Der Treck kommt nur sehr langsam voran. Immer wieder müssen sie Elfenpatrouillen ausweichen. Verbrande Dörfer und tote Frauen und Kinder sind grausame Beweise dafür, dass es keine Gefangenen geben wird, wenn sie entdeckt werden. Der Zorn ist den Männern ins Gesicht geschrieben. Am Liebsten würden sie den Elfen zeigen, wo der Hammer hängt – auch wenn sie in ihrem Zustand keine Chance hätten. Vali mahnt zur Zurückhaltung: „Denkt an Eure Familien. Die brauchen Eure Unterstützung jetzt mehr als jemals zuvor. Unsere Zeit wird kommen!“

Die geringen Vorräte sind bereits aufgebraucht und die rettenden Berge kommen einfach nicht näher. Es ist kalt geworden. Die ersten Schneeflocken kündigen den nahenden Winter an. Noch nie wurde er so herbeigesehnt. Gegen die Elfen ist er ihr Verbündeter. Die sind nur das warme Wald- und Wüstenklima gewohnt und nicht für eisigen Temperaturen in den nächsten Monaten vorbereitet.

Nach weiteren unzähligen entbehrungsreichen Tagen ist es endlich geschafft. Nachdem sie die Pinienkreuzung passiert haben, stehen sie vor einem riesigen Tor - dem Tor nach Alsius. Der letzten Bastion der Hoffnung. Seit Jahrtausenden leben Uthager, Zwerge und Menschen hinter dieser gigantischen Mauer abgeschottet von der Außenwelt friedlich zusammen.

Von hier aus wird der Widerstand koordiniert. Überall streifen kleine Trupps durch den Wald, um die Gegend zu erkunden. Die Zinnen sind mit Bogenschützen besetzt, die Wache halten und die Ankömmlinge argwöhnisch mustern. Das Geräusch von marschierenden Kriegern mit schweren Rüstungen hallt über die Mauer, vermischt mit lautstarken Befehlen von den Kommandeuren.

Vali klopft mehrmals mit seinem riesigen Hammer gegen das Tor. Vorsichtig öffnet sich eine kleine Luke und er schaut direkt auf einen Pfeil, der sich in einem gespannten Bogen befindet. „Wer seit Ihr?“ fragt eine ernste Stimme. „Wir kommen aus Tarsis...“, antwortet Vali. Noch bevor er weitersprechen kann, öffnet sich das Tor. „Schnell! Kommt rein. Wir rechnen jeden Moment mit einem weiteren Angriff der Elfen. Unsere Vorposten Trelleburg und Aggersburg sind bereits in ihrer Gewalt.“, ruft ihnen der Zwerg zu, der hier heute für die Torwache eingeteilt ist.

Sofort ist eine Gruppe schwer bewaffneter Ritter bei ihnen. Während ein Teil mit den Schilden das offene Tor sichert, helfen die anderen den Alten und Schwachen. Warmherzig werden die Bewohner von Tarsis in Empfang genommen. Eine kleine Schale heiße Suppe aus der nahen Feldküche ist die erste warme Mahlzeit, die sie seit Tagen zu sich nehmen. Die Leute hier haben selbst kaum etwas, dennoch teilen sie mit Ihnen das Wenige.

Ihr erster Weg führt sie nach Montsognir City, der Hauptstadt von Alsius. Die einst so prächtige Stadt ist jetzt ein Sammellager und Lazarett für die Flüchtlinge und Verwundeten. Hier haben sie ein Quartier für die ersten Nächte zugewiesen bekommen. Von hier aus müssen sie auch den brutalen Angriff der Elfen auf die große Mauer hilflos miterleben. Es sollte die letzte Nacht sein, in der die Männer kampflos an den Toren von Montsognir City stehen und Richtung Schlachtfeld schauen. Sobald sie wieder bei Kräften sind, werden sie sich als Freiwillige melden!

Die nächsten Tage sind geprägt von der Suche nach einer neuen Bleibe. Birka City scheint der geeignetste Ort zu sein. Durch den Wald, die Berge und den nahen Strand ist dieses Städtchen eine kleine Idylle in dieser schweren Zeit. Vieles erinnert sie hier an ihre alte Heimat...

Baldrik Hammerstriker, der Oberbefehlshaber der alsianischen Armee, schaut Vali überrascht an. Es kommt leider nicht oft vor, dass sich eine relativ große Gruppe kampferprobter Männer unter der Führung eines Halbgottes bei ihm meldet – streng genommen kam das noch nie vor! Aufgrund ihrer Erfahrung und Eingespieltheit macht es für ihn Sinn die Gruppe in einer Einheit unter dem Kommando von Vali zusammen zu lassen und diese mit weiteren Kämpfern zu verstärken. Die entschlossenen Blicke, in die er sah, sagten ihm, dass seine Entscheidung die richtige ist.

Viele Jahre führt Vali das Kommando. Viele Schlachten haben in dieser Zeit geschlagen. Mit der Zeit haben sie sich immer mehr zur Eliteeinheit, die an allen Brennpunkte eingesetzt werden konnte und wurde, entwickelt. Die Männer aus dem kleinen Dorf Tarsis im Herzen Midgards sind die Speerspitze im Kampf gegen die Elfen geworden.

Doch, obwohl Vali ein Halbgott ist, neigen sich auch seine Tage dem Ende. Seine treuen Weggefährten sitzen in seinen letzten Stunden um sein Bett und singen ein Heldenlied von seinen glorreichen Taten, so wie es seit Jahrhunderten üblich ist. Dankbar fährt sein letzter Blick über die Gesichter von Endiemien, Bloodhound, Fuerst, Halgar, Gangster Wangster und Cruseader. Der letzte lebende Nachfahre der Asen kehrt nach Hause zurück...

Trotz des unerträglichen Schmerzes und der tiefen Trauer ist Endiemien eines klar: Das Vermächtnis Valis darf niemals in Vergessenheit geraten! Wortlos ziehen sie gleichzeitig ihre Waffen und kreuzen sie über dem Toten. Ihm wird bewußt, dass die anderen genauso denken wie er: „Der ewige Kampf gegen die Elfen muss fortgesetzt werden. Niemals darf Alsius aufgegeben werden – koste es, was es wolle.“

Dies war die Geburtsstunde eines neuen Clans. Dies war die Geburtsstunde von...

Asgards Erben


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